War München Vorreiter bei Weißwurst und Biergärten?

Spricht man von Bayern oder gar seiner Landeshauptstadt München, dann redet man nicht selten über Münchner Oktoberfest, Hofbräuhaus, Weißbier, Biergärten und Weißwurst. Denn Bayern hat, was Feiern oder gar die Ausrichtung von Volksfesten anbelangt, eine lange Tradition, so auch die original bayerischen Spezialitäten wie Bayerischer Brotzeitteller, Hefeweizen oder die bekannten Weißwürste.

Tatsache ist, dass die ersten Biergärten im 19. Jahrhundert in München entstanden sind. Zu dieser Zeit wurde überwiegend untergäriges Bier getrunken, deren Herstellung nur in der kalten Jahreszeit möglich war. Für die heißen Sommermonate wurde das Bier in tiefe Bierkeller eingelagert, welche an den Hängen der Isar angelegt wurden. Auf dem Hang angepflanzte Kastanien sollten mit ihrem dichten Blätterwerk Schatten spenden und die Temperatur in den Bierkellern niedrig halten. Man geht davon aus, dass die Kunden das gekaufte Bier in Maßkrügen mit nach Hause nahmen oder es im Sommer auch gleich vor Ort tranken. Heute erfreuen sich Biergärten einer zunehmenden Beliebtheit und man findet sie daher vor allem in vielen Ausflugslokalen auch außerhalb Bayerns.

Ähnlich verhält es sich mit der Weißwurst. Auch sie hat ihren Ursprung in München. Sie wurde sozusagen als „Fehlfabrikat“ vom 36 Jahre alten Wirtsmetzger Joseph Moser, auch Moser Sepp genannt, bei der Bratwurstherstellung im Gasthaus „Zum Ewigen Licht“ am 22. Februar 1857 eher zufällig erfunden. Bei der Bratwurstherstellung seien Moser die Kalbsdärme ausgegangen, worauf er seinen Lehrling losschickte, um neue zu holen. Der Lehrling kam jedoch mit Schweinedärmen zurück, die für Bratwürste eher ungeeignet sind. Aufgrund dessen briet er die Würste nicht, dafür wurden sie in heißem Wasser gebrüht. Heute ist die Weißwurst weit über die Grenzen von München und Bayern hinaus bekannt.

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